Die sanften Künste

Qigong, Xingyi, Bagua und Taiji

Taiji – Imagination

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Hier möchte ich Ihnen drei Beispiele von Imaginationen vorstellen, wie man sie beim Taiji einsetzen kann.

Die Vorstellung, durch intensives Denken eine Energiekugel entstehen zu lassen und sich in dieser zu bewegen, halte ich nicht nur für sehr schön, sondern auch ausgesprochen hilfreich. Ich selbst stelle mir je nach Bedarf drei solcher Energiebälle vor.

 

Einen brauche ich zum Beispiel für alle Hand- und Armbewegungen. Wenn ich mit dem Ball jongliere, werden meine Arme und Hände rund, sanft, spielerisch und dennoch kraftvoll. Ich lasse den Ball von einem Arm auf den anderen tanzen, eine Hand übernimmt ihn von der anderen und erstaunlich ist, dass er trotz aller Artistik niemals herunter fallen kann. Geschmeidig und gefühlvoll modelliere ich dabei meine Hände, damit sie möglichst viel Kontakt mit ihm haben.
Das Bild ist aus der Schrittfolge „Schritt nach vorne und rechtes / linkes Knie streifen“.

 

Den zweiten Ball brauche ich für alle Beinstellungen und Schrittfolgen. Dadurch, dass ich gleichsam immer auf diesem Ball sitze oder ihn zwischen meinen Beinen hin- und herschiebe, wird mein Stand stabil und kraftvoll und meine Schritte scheinen zu gleiten.
Das Bild ist aus der Schrittfolge „Der goldene Hahn steht auf einem Bein“.

 

Der dritte Ball letztlich umgibt wie bei der Energiedusche meinen ganzen Körper. Als Folge dieser Imagination spüre ich auch am ganzen Körper die Energie. Gerade diese letzte Vorstellung hilft mir dabei, keine übertriebenen und ausladenden Bewegungen zu machen, alles wird maßvoll, kontrolliert und rund.
Das Bild ist aus der Schrittfolge „Die Mähne des wilden Pferdes teilen“.

Written by Ingo

Juli 1st, 2011 at 1:36 pm

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