Die sanften Künste

Qigong, Xingyi, Bagua und Taiji

Bagua – Grundhaltung

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Dies ist, wenn Sie so wollen, die Grundhaltung, in der Sie sich überwiegend bewegen müssen. Aus dieser Stellung heraus nehmen nahezu alle Drehungen, also die eigentlichen Baguatechniken, ihren Anfang.
Die linke Hand wird in Augenhöhe gehalten und die Finger sind extrem gespreizt. Daumen und kleiner Finger zeigen nach vorne in die Laufrichtung und die übrigen Finger nach oben. Den Ellenbogen hält man sehr hoch, so dass der Oberarm fast parallel zu Boden steht. Die rechte Hand ist genau vor dem Meer der Energie, ihre Finger sind ebenfalls gespreizt. Jetzt zeigen Daumen und kleiner Finger zum Boden, die anderen Finger zur Kreismitte.
Wenn Sie sich diese Haltung genauer ansehen, so bildet die Linie von den linken Fingerspitzen über den Unterarm, Ellenbogen und Schultern zum rechten Oberarm, Ellenbogen, rechtem Daumen und kleinem Finger eine Spirale. Auch die Linie von den Füßen über die Hüfte zum Kopf lässt durch die Drehung zur Mitte eine leichte Spiralform erkennen. Alle Planeten, alle Sterne, alle Galaxien, ja das gesamte Universum bewegen sich mehr oder weniger spiralförmig. Deshalb gilt der Vergleich mit der Spirale bei den sanften Künsten als Garantie für den richtigen, optimalen und universellen Energiefluss. Eine Spirale kann sich aus jeder Position immer wieder zusammenziehen oder ausdehnen, ohne dabei ihre Form und Spannkraft zu verlieren.
Wenn Sie beim Baguagehen diese Spirale visualisieren, dann haben Sie nicht nur einen ganz besonderen Einstieg in diese sanfte Kunst, sondern Sie werden darüber hinaus auch wohltuend die Energie spüren, die von den linken zu den rechten Fingerspitzen und vom Kopf zu den Füßen fließt und Sie werden sich selbst, zwischen Himmel und Erde gehend, als Teil der alles umfassenden Harmonie erleben.

Written by Ingo

Juli 1st, 2011 at 1:33 pm

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