Die sanften Künste

Qigong, Xingyi, Bagua und Taiji

Qigong – die Hände heben

noch keine Kommetare

Mit dieser einfachen Übung können Sie sich den ganzen Tag über immer wieder schnell und äußerst wirkungsvoll entspannen.
Nehmen Sie die abgebildete Ausgangsstellung ein und schließen Sie, wenn Sie mögen, die Augen. Atmen Sie langsam ein und spüren Sie, wie der Atem durch Ihre Nase in den Brustraum strömt. Der Mund ist geschlossen, die Lippen nicht zusammengepresst und die Zunge liegt entspannt hinter den oberen Schneidezähnen. Begleiten und lenken Sie Ihren Atem mit Ihren Gedanken hinunter zu Ihrem Meer der Energie. Ihr Bauch wölbt sich nach vorne und ihre Lungen werden bis in die äußersten Spitzen mit Luft gefüllt.
Wenn Sie ausatmen, spüren Sie das Ausströmen Ihres Atems durch den Brustraum und die Nase, und begleiten und lenken Sie ihn auch jetzt wieder mit Ihren Gedanken. Versuchen Sie, entspannt zu stehen und zu atmen, bis die Phasen des Ein- und Ausatmens allmählich länger und ruhiger werden und Ihr Atem tief und gleichmäßig fließt.
Atmen Sie ein und heben Sie langsam die Hände bis in Schulterhöhe, ohne jedoch die Schultern mit hochzuziehen. Stellen Sie sich dabei vor, wie sich Ihr Bauch immer weiter zu einer riesigen Kugel nach vorne wölbt. Auf dieser Kugel ruhen entspannt Ihre Arme und Hände und sie werden sanft nach oben getragen. Spüren Sie in Gedanken mit Ihren Händen die Rundung der Kugel.
Atmen Sie aus. Streicheln Sie in Gedanken die riesige Kugel und ziehen Sie die Ellenbogen langsam zu Ihrem Körper zurück. Allmählich nimmt Ihr Bauch wieder seine ursprüngliche Größe ein, führen Sie Ihre Arme und Hände in die Ausgangposition zurück.
Wiederholen Sie die Übung, so oft und so lange Sie wollen.
Durch das gedankliche Begleiten Ihres Atems in Ihr Zentrum und von dort wieder zurück, sowie das gleichzeitige Heben und Senken der Hände, erleben Sie auf recht einfache Weise einen Zustand von geistiger und körperlicher Harmonie und Entspannung.
Sie werden das in dem Augenblick spüren, wenn Sie nicht mehr feststellen können und vor allen Dingen nicht mehr feststellen wollen, ob das Heben der Hände durch das Einatmen oder das Einatmen durch das Heben der Hände geschieht. Das Eine bedingt das Andere, beide Vorgänge sind nicht mehr zu trennen und vermitteln Ihnen einen bis zu diesem Zeitpunkt unbekannten Zustand von körperlicher und geistiger Harmonie.

Written by Ingo

Juli 1st, 2011 at 1:26 pm

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